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Freitag 20. September 2013 08:17 Alter: 4 Jahre

Postmigrantische Positionen. Rekonstruktion des Alltags von Migrationsjugendlichen, -familien und Selbstständigen

Kategorie: Forschung, Interkulturelle Bildung, Veranstaltungen

 

KuWi - Peer-Mentoring-Projekt 2013

20.9.2013, 9:00-17:00 Uhr | AAU Klagenfurt, Raum I.2.57

Präsentationen von NachwuchswissenschaftlerInnen an der AAU

Spätestens seit dem Artikel von Robert E. Parks "Human Migration and the Marginal Man" (1928) wird darüber diskutiert, welche innerlichen Kulturkonflikte Menschen austragen müssen, wenn sie ihre Heimat dauerhaft verlassen haben. Heute kursiert die Metapher vom Leben zwischen zwei Stühlen, wenn es um das Thema der Identität von MigrantInnen geht. Im öffentlichen Diskurs tauchen MigrantInnen häufig in Problemzusammenhängen auf. Es werden Identitätskonflikte, eine `doppelte Halbsprachigkeit´, `Ausländerkriminalität´ und `Fundamentalismus´ unterstellt. Auch Stadtviertel, in denen mehrheitlich Migrationsfamilien leben, werden reflexartig als `soziale Brennpunkte´ oder `Parallelgesellschaften´ marginalisiert.
Bei der Betrachtung des postmigrantischen Alltags und den Lebenswirklichkeiten vor Ort erscheinen diese Anklagen gegen MigrantInnen als fragwürdig. Menschen, die heute als MigrantInnen betrachtet werden, sind oftmals in Österreich geboren, aufgewachsen und sozialisiert. Im Jahr 2012 betraf dies 412.200 Personen, die in Österreich leben. Insgesamt haben in Österreich etwa 1,579 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund (18,9% der Gesamtbevölkerung). Die Bezeichnung Menschen mit Migrationshintergrund oder Migrationsgeschichte versucht der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Migration ein alltägliches und weitverbreitetes Phänomen ist.
In dem Workshop werden aktuelle Forschungsarbeiten von NachwuchswissenschaftlerInnen zur Lebenswirklichkeit von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Migrationsfamilien und selbstständigen MigrantInnen präsentiert und mit eingeladenen Gästen diskutiert.

Der Workshop ist für alle Interessierten offen und wird aus Mitteln der Forschungsförderung 2013 der AAU/kulturwissenschaftlichen Fakultät finanziert.